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Rohrbiegemaschine

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Welche Vorsichtsmaßnahmen sind bei der Wartung einer Rohrbiegemaschine zu beachten?

Mar.30.2026

1. Hydrauliksystem-Wartung

Ölmanagement: Überprüfen Sie regelmäßig den Hydraulikölstand und füllen Sie bei Bedarf mit der gleichen Marke und dem gleichen Öltyp nach. Wechseln Sie das Hydrauliköl nach den ersten 500 Betriebsstunden und danach alle 2000–3000 Stunden oder jährlich. Ölverschmutzung oder Emulgierung ist eine häufige Ursache für das Klemmen von Hydraulikventilen und eine fehlerhafte Zylinderfunktion.

Öltemperaturüberwachung: Die ideale Betriebstemperatur für Hydrauliköl liegt bei 35 °C–55 °C. Ein längerer Betrieb oberhalb von 60 °C beschleunigt die Oxidation des Öls und die Alterung der Dichtungen. Stellen Sie sicher, dass der Kühlerlüfter normal funktioniert, und reinigen Sie regelmäßig Öl und Staub von den Kühlerlamellen.

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Filterwechsel: Ersetzen Sie den Rücklaufölfilter und den Saugölfilter regelmäßig gemäß der Betriebsanleitung, um zu verhindern, dass Verunreinigungen in das Hydrauliksystem gelangen und Pumpen sowie Ventile beschädigen.

2. Form- und Dornwartung

Reinigung und Korrosionsschutz: Reinigen Sie nach jedem Rohrwechsel oder Schichtwechsel die Biegeform, die Spannform, die Faltenverhinderungsform sowie die Oberflächen des Dorns, um Metallspäne und Schlamm zu entfernen. Tragen Sie auf Formen, die über längere Zeit nicht verwendet werden, korrosionshemmendes Öl auf.

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Verschleißinspektion: Überprüfen Sie regelmäßig die Arbeitsfläche der Form auf Vertiefungen, Kratzer oder lokal begrenzten Verschleiß. Ein starker Verschleiß kann zu Faltenbildung und übermäßiger Ovalität bei gebogenen Rohren führen; rechtzeitige Reparatur oder Austausch sind erforderlich.

Mandrel-Zustand: Die Gelenke des kugelförmigen Mandrels müssen sich frei drehen lassen. Prüfen Sie regelmäßig den Mandrelstab auf Verbiegung und Kratzer. Eine ungenaue Mandrel-Positionierung oder -Abnutzung ist eine Hauptursache für innere Einstauchung und Verformung bei dünnwandigen Rohren.

3. Elektrische Anlagen und Motorwartung

Reinigung und Wärmeableitung: Reinigen Sie regelmäßig Staub aus dem elektrischen Schaltschrank und prüfen Sie den Betrieb des Kühlventilators. Präzisionskomponenten wie Frequenzumrichter und Servoantriebe sind empfindlich gegenüber Staub; in rauen Umgebungen wird empfohlen, im elektrischen Schaltschrank Filter oder eine Klimaanlage zu installieren.

Verdrahtungsinspektion: Überprüfen Sie vierteljährlich die Motoranschlüsse und die Kontaktfächen des Schützes auf Lockerung, Oxidation oder Brandspuren. Einbetrieb mit nur einer Phase kann zu einer raschen Überhitzung und zum Durchbrennen des Motors führen.

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Motor-Schmierung: Bei Motoren mit Schmierstellen für die Lager sollte regelmäßig Fett nachgefüllt werden. Treten ungewöhnliche Geräusche oder erhöhte Vibrationen auf, ist umgehend auf Lagerverschleiß zu prüfen.

4. Mechanische Antriebe und Schmierung

Führungsschienen und Gewindespindeln: Lineare Führungsschienen und Kugelgewindespindeln der Vorschubachse und Drehachse erfordern regelmäßige Reinigung sowie Nachfüllung mit Spezialfett. Beschädigte Schutzabdeckungen für Führungsschienen sind unverzüglich zu ersetzen, um das Eindringen von Spänen und damit verbundene Schäden an den Wälzelementen zu verhindern.

Getriebe und Zahnräder: Prüfen Sie den Ölstand im Getriebe und wechseln Sie das Getriebeöl regelmäßig gemäß den Herstelleranforderungen. Die Antriebszahnräder des Biegearms müssen stets geschmiert sein; bei stärkerem Verschleiß oder Grübchenbildung an den Zahnflanken ist unverzüglich zu handeln.

Befestigungsinspektion: Langfristige Gerätevibrationen können dazu führen, dass Verankerungsbolzen und Formbefestigungsbolzen sich lockern; vor Beginn jeder Schicht sollte daher eine schnelle Inspektion durchgeführt werden.

5. Kühlanlage und Filteranlage

Ölkühler/Wasserkühler: Falls das Gerät mit einem separaten Kühler ausgestattet ist, müssen die Kondensatorflossen regelmäßig gereinigt sowie der Kältemitteldruck und Leckagen in den Rohrleitungen überprüft werden.

Luftfilter: Der Luftfilter am Hydrauliköltank muss sauber gehalten werden, um zu verhindern, dass Staub bei Ölstandschwankungen in den Tank gelangt.

6. Betriebsanweisungen und tägliche Inspektionen

Vorwärmung: Vor allem bei niedrigen Umgebungstemperaturen sollte die Maschine nach dem Start 5–10 Minuten unbelastet laufen, damit das Hydrauliköl zirkulieren und aufwärmen kann, bevor die Produktion aufgenommen wird.

Tägliche Inspektion: Führen Sie ein tägliches Inspektionsprotokoll, das folgende Punkte umfasst: Ölstand, ungewöhnliche Geräusche, Öllecks, Verschleiß der Form sowie Luftdruck (falls pneumatische Spannung verwendet wird).

Abnormer Shutdown: Falls ungewöhnliche Geräusche, Vibrationen, träge Bewegungen oder plötzliche Veränderungen der Biegequalität festgestellt werden, ist die Maschine umgehend zum Fehlerbeheben anzuhalten, um eine weitere Eskalation des Problems zu verhindern.

7. Periodische Kalibrierung und Genauigkeitsprüfung

Kalibrierung des Biegewinkels: Alle sechs Monate oder nach einem Wechsel der Matrize ist mit einem Winkelmesser die Übereinstimmung zwischen dem Biegewinkel der Anlage und der Rückmeldung des Encoders zu kalibrieren.

Wiederholgenauigkeit der Positionierung: Die Wiederholbarkeit der Zuführungsstrecke und des Drehwinkels ist zu prüfen. Überschreitet die Wiederholbarkeit die zulässige Toleranz, sind die Servoparameter anzupassen oder die mechanische Spielweite zu überprüfen.

Die Wartung einer Rohrbiegemaschine besteht nicht darin, „sie erst dann zu reparieren, wenn sie ausfällt“, sondern ist vielmehr eine systematische Aufgabe, die den gesamten Tag über durchgeführt wird. Ein vierstufiger Zyklus aus Reinigung, Schmierung, Anziehen und Inspektion – kombiniert mit einer standardisierten Ölverwaltung und Formenwartung – ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass die Anlage stets mit hoher Präzision und Effizienz arbeitet.

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