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Walzmaschine

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Wenn das Fundament und die Verankerung einer Rohrbiegemaschine nicht ordnungsgemäß ausgeführt werden, „wandert“ die Maschine von selbst.

May.06.2026

Ich habe einmal eine 63-Tonnen-Rohrbiegemaschine gesehen, die innerhalb von weniger als sechs Monaten schief wurde. Eine Wasserwaage zeigte an, dass die Maschine um zwei Millimeter geneigt war. Die Ursache war einfach: Das Fundament war zu dünn, und die Ankerbolzen waren nicht ordnungsgemäß befestigt. Rohrbiegemaschinen erzeugen beim Betrieb viel Stoßbelastung; ist das Fundament instabil, kann die Maschine tatsächlich von selbst wandern.

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Als Nächstes besprechen wir, wie ein stabiles Fundament und eine sichere Verankerung gewährleistet werden können.

 

I. Wie bereitet man das Fundament vor? Auf Details darf nicht verzichtet werden.

Für kleine und mittelgroße Rohrbiegemaschinen (unter 40 Tonnen) sollte die Betonfundamentstärke mindestens 200 mm betragen, mit einer Festigkeitsklasse von C25 oder höher. Für große Maschinen (100 Tonnen und mehr) muss die Fundamentstärke 300 mm betragen, und es ist ein zweilagiges Stahlgitter erforderlich.

Entscheidend ist, dass die tragende Fläche größer sein muss als die Maschinenbasis, wobei auf jeder Seite mindestens 200 mm Überstand vorgesehen werden müssen. Stellen Sie die Maschine nicht direkt auf einen Betonboden; diese Ausgleichsschicht ist nur 5–10 cm dick und wird unter Druck reißen.

 

II. Verankerungsschritte: Befolgen Sie die Reihenfolge sorgfältig

1. Vorverankerung der Fundamentbolzen: Vor dem Betonguss sind die Bolzen entsprechend dem Lochabstand der Maschinenbasis zu positionieren. Viele Anwender verwenden aus Bequemlichkeit Spreizanker. Dies mag bei kleinen Maschinen funktionieren, ist jedoch bei großen Maschinen absolut unzulässig. spreizanker können Stößen nicht standhalten und lösen sich früher oder später.

2. Ausrichtung: Nach dem Trocknen des Betons die Maschine anheben. Die Unterlegscheiben (Keil- oder Flachunterlegscheiben sind geeignet) einlegen und mit einer Wasserwaage den Maschinenkörper ausrichten. Anforderung an die Horizontale: maximal 0,1 mm pro Meter sowohl in Längs- als auch in Querrichtung.

3. Sekundäres Vergießen: Nach der Ausrichtung die Verankerungsbolzen erneut ringsum vergießen. Dabei hochfeste, nicht schrumpfende Vergussmasse verwenden – keine gewöhnliche Zementmörtelmasse. Vollständig auffüllen, verdichten (z. B. durch Rütteln) und mindestens 3–7 Tage vollständig aushärten lassen, bevor die Muttern angezogen werden.

4. Drehmomentgesteuertes Anziehen: Die Muttern mit einem Drehmomentschlüssel in 2–3 Stufen diagonal gemäß dem im Handbuch angegebenen Drehmomentwert anziehen. Ein einmaliges, vollständiges Anziehen führt zu Spannungskonzentration und Verformung der Maschine.

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III. Drei häufige Fehler

1. Die Wasserwaage lediglich als Dekoration betrachten: Nur einmal justieren und danach ignorieren. Die Wasserwaage ist nach drei Monaten Maschinenbetrieb erneut zu kalibrieren, da sich das Fundament naturgemäß setzt.

2. Übermäßiges Anziehen der Verankerungsbolzen: Eine zu hohe Drehmomentbelastung führt zur Dehnung der Bolzen und damit zum Verlust der Vorspannkraft. Das Anziehen nach Gefühl mit einem Schraubenschlüssel ist die unzuverlässigste Methode.

3. Unterlassen des Sekundärgusses: Der Bereich um die Bolzen bleibt leer. Nach einigen Maschinenvibrationen lösen sich die Muttern von selbst.

 

IV. Eine kostengünstige und praktische Lösung

Falls der Werkstattboden bereits gehärtet ist und Sie keine neue Grube ausheben möchten, können Sie eine Stahlbasis herstellen. Schweißen Sie einen Grundrahmen aus 20–30 mm starken Stahlplatten, um die Auflagefläche zu vergrößern, und befestigen Sie diesen anschließend mit chemischen Ankern am Boden. Auf diese Weise wird der ursprüngliche Boden nicht beschädigt, und die Maschine lässt sich später problemlos verschieben.

 

Das Fundament ist die Grundlage der Rohrbiegemaschine. Ist das Fundament nicht stabil, leiden Präzision, Werkzeuglebensdauer und Verarbeitungssicherheit der Maschine erheblich. Graben Sie die erforderlichen Löcher aus und führen Sie den erforderlichen Guss durch – an diesen Stellen darf nicht gespart werden.


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