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Rohrbiegemaschine

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Wie lässt sich das Problem des Rohrverrutschens bei einer Rohrbiegemaschine lösen?

Apr.16.2026

Rohrverlagerung ist ein häufiges Problem beim Rohrbiegen – während des Biegens bewegt sich das Rohr axial zwischen dem Spannbacken und dem Biegebacken, was zu ungenauen Winkeln, Maßabweichungen und sogar zu Schäden am Werkzeug führen kann. Im Folgenden werden die Ursachen analysiert und Lösungen vorgeschlagen.

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Hauptursachen für die Verlagerung:

Unzureichende Spannkraft: Der hydraulische oder pneumatische Spanndruck ist zu niedrig, sodass das Rohr nicht fest genug am Biegebacken gehalten wird.

Abgenutzter oder falsch ausgewählter Spannbacken: Die Nut des Spannbackens passt nicht zum Außendurchmesser des Rohrs (zu groß oder zu klein), oder die Arbeitsfläche ist abgenutzt und rutscht.

Öl/Schmiermittel auf der Rohroberfläche: Eine übermäßige Schmierung oder Reste von Schnittöl auf der Rohroberfläche verringern den Reibungskoeffizienten.

Zu hoher Biegewiderstand: Der Biegeradius ist zu klein, die Wandstärke zu groß oder die Materialfestigkeit zu hoch, wodurch das erforderliche Biegemoment die Klemmreibkraft überschreitet.

Mandrel-Blockierung: Der Mandrel ragt zu weit hervor oder verklemmt sich während des Biegens und erzeugt dadurch zusätzliche axiale Zugkräfte.

Lösungen

1. Klemmkraft anpassen

Erhöhen Sie schrittweise den Druck im Klemmzylinder, wobei der minimale Druck gewählt wird, der ein Verrutschen des Rohrs verhindert (vermeiden Sie einen zu hohen Druck, der zu Einpressungen führt).

Überprüfen Sie den Druck des Hydrauliksystems auf Stabilität und beseitigen Sie Leckagen oder Fehlfunktionen der Pumpe bzw. des Ventils.

2. Zustand der Klemmbacke prüfen

Stellen Sie sicher, dass der Nuten-Durchmesser der Klemmbacke mit dem Außendurchmesser des Rohrs übereinstimmt (Spiel ≤ 0,2 mm).

Prüfen Sie die Arbeitsfläche auf Verschleiß, Rost oder Ablagerungen; bei Bedarf instand setzen oder ersetzen.

Die Spannbacken-Oberfläche kann mit einem strukturierten oder feinverzahnten Muster bearbeitet werden, um die Reibung zu erhöhen (geeignet für nicht sichtbare Teile).

3. Schmierung steuern

Die Biegebacken-Nut, der Dorn und die Faltenverhinderungsbacke erfordern Schmierung, während der Spannbereich trocken gehalten werden muss.

Wischen Sie den zu spannenden Rohrabschnitt vor dem Biegen mit einem sauberen Tuch ab, um Öl zu entfernen.

4. Biegeprozess optimieren

Vermeiden Sie übermäßig kleine Biegeradien (R/D ≥ 3).

Bei hochfesten Werkstoffen oder dickwandigen Rohren erhöhen Sie die Dornunterstützung, um den Biegewiderstand zu verringern.

Verringern Sie die Biegeschwindigkeit, um die momentane Belastung zu minimieren.

5. Position des Dorns prüfen

Die Dornüberstände sollten um 0,5–1,5 mm vor der Schnittlinie der Biegebacke kontrolliert werden. Ein zu großer Überstand erhöht den axialen Widerstand.

6. Zusätzliche Maßnahmen gegen Rutschen

Legen Sie feines Schleifpapier oder rutschfeste Klebeband zwischen die Klemmbacke und das Rohr (vorübergehende Maßnahme).

Für die Serienfertigung kann am Rohrende ein axialer Druckblock angebracht werden.

Schnelle Fehlerbehebungsprozedur

Stellen Sie zunächst sicher, dass der Klemmdruckanzeiger den eingestellten Wert erreicht hat.

Prüfen Sie, ob die Nut der Klemmbacke genau auf das Rohr passt.

Beobachten Sie, ob das Rohr während des Biegens nach hinten gleitet (markieren Sie den betreffenden Bereich).

Passen Sie jeden Schritt gemäß der oben beschriebenen Prozedur an.

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Der Schlüssel zur Lösung des Rutschproblems liegt darin, sicherzustellen, dass die Klemmreibkraft größer ist als die axiale Biegekraft. Dies lässt sich wirksam durch gezielte Maßnahmen zur Anpassung der Klemmkraft, des Werkzeugzustands und der Schmierstoffkontrolle beseitigen.

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