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Rohrbiegemaschine

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Wie lässt sich Produktionsausfall durch Fehlerbehebung bei Rohrleitungsschäden vermeiden?

Apr.09.2026
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Bei hydraulischen Geräten wie Rohrbiegemaschinen und Druckerhöhungsanlagen gehört die Beschädigung von Leitungen (Ölleitungen, Druckluftleitungen) zu den häufigsten Ursachen für plötzliche Anlagenstillstände. Eine kleine Leckstelle, die nicht rechtzeitig erkannt wird, kann zu einem plötzlichen Druckabfall im System, einer Fehlfunktion oder sogar zu einem starken Ausströmen von Hydrauliköl führen, was einen Sicherheitsvorfall zur Folge haben kann. Die Einrichtung eines systematischen Inspektionsverfahrens für Leitungen ist entscheidend, um ungeplante Ausfallzeiten zu vermeiden.

Typische Warnsignale für Leitungsschäden

Bevor es tatsächlich zu einer Leckstelle kommt, gibt die Anlage in der Regel Warnsignale ab:

Druckschwankungen: Häufige Ausschläge der Anzeigennadel am Hydraulikmanometer oder Schwierigkeiten, den Soll-Druck zu erreichen.

Ungewöhnliche Geräusche: Zisch- oder Sauggeräusche von der Hydraulikpumpe oder Pfeifgeräusche aus der Leitung.

Ungewöhnlicher Öltemperaturanstieg: Undichtigkeiten führen zu einem Rückgang des volumetrischen Wirkungsgrads des Systems, was zu einem raschen Anstieg der Öltemperatur führt.

Langsamer Ölstandabfall: Der Ölstand im Tank sinkt kontinuierlich, ohne dass eine äußere Undichtigkeit vorliegt (innere Undichtigkeit).

Veränderungen am Leitungsaußenbereich: Auf der Schlauchoberfläche treten Ausbuchtungen, Risse, Verhärtung oder Korrosion der Geflechtschicht auf.

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Vier-Schritte-Methode für die Leitungsinspektion

Schritt 1: Statische Sichtprüfung

Bei stillstehender Anlage alle Schläuche, starren Rohre und Armaturen auf Ölflecken oder Tropfen untersuchen.

Besonderes Augenmerk auf Leitungsabschnitte mit kleinem Biegeradius sowie auf solche legen, die mit bewegten Teilen in Kontakt stehen.

Schlauchkennzeichnungen prüfen, um festzustellen, ob die empfohlene Nutzungsdauer (üblicherweise 2–5 Jahre) überschritten wurde.

Schritt 2: Dynamische Druck-Leckortung

Starten Sie die Ausrüstung, betreiben Sie sie im Leerlauf und erhöhen Sie den Druck schrittweise auf den Betriebsdruck.

Sprühen Sie ein Leckdetektormittel (Seifenwasser) auf Verbindungsstellen, beide Enden der Schläuche und vermutete Leckstellen und beobachten Sie, ob sich Blasen bilden.

Bei geringfügigen Lecks kann eine UV-Leckdetektionslampe in Verbindung mit einem fluoreszierenden Tracer eingesetzt werden.

Schritt 3: Messung des Druckabfalls

Schließen Sie den Geräteauslass und führen Sie einen Drucktest am System durch: Nach Erreichen des Nenndrucks schließen Sie das Absperreventil und prüfen, ob die Anzeige des Manometers innerhalb einer vorgegebenen Zeit (z. B. 5 Minuten) außerhalb des zulässigen Bereichs fällt.

Falls der Druck ohne äußeres Leck rasch abfällt, liegt ein inneres Leck vor (z. B. Leck an der Zylinderdichtung oder im Ventilkörper).

Schritt 4: Entscheidung über vorbeugenden Austausch

In den folgenden Situationen sollte das Rohr direkt ausgetauscht und nicht repariert werden: Der Riss in der äußeren Schicht des Schlauchs reicht bis in die Geflechtschicht hinein, der Stahldraht an der Verbindung ist gebrochen oder die Wand des starren Rohrs ist deutlich abgenutzt oder vergraben.

Bei Hochdruckschläuchen wird eine zweidimensionale Austauschstrategie nach „Zeit + Zustand“ empfohlen: Auch bei gutem äußerem Erscheinungsbild sollte der Schlauch in den Austauschplan aufgenommen werden, wenn er länger als fünf Jahre im Einsatz war.

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Wesentliche Maßnahmen zur Vermeidung von Ausfallzeiten

Einführung eines Inspektionssystems: Führen Sie vor jedem Maschinenstart eine schnelle Inspektion durch, wobei die Schritte „Sehen (nach Ölflecken), Hören (auf ungewöhnliche Geräusche) und Fühlen (auf Temperatur)“ zu befolgen sind.

Kennzeichnung besonders risikobehafteter Rohrabschnitte: Verwenden Sie farbcodierte Etiketten, um Rohre mit kleinen Biegeradien, solche in der Nähe von Wärmequellen oder beweglichen Teilen zu kennzeichnen, um deren Inspektion priorisieren zu können.

Lagern Sie kritische Ersatzteile ein: Halten Sie mindestens ein Mindestbestand an häufig verwendeten Hochdruckschläuchen, Armaturen und O-Ringen vor, um längere Ausfallzeiten durch Wartezeiten auf Ersatzteile zu vermeiden.

Dokumentieren Sie den Austauschverlauf: Führen Sie ein Logbuch für Rohrwechsel, in dem Datum der Installation, Betriebsdruck und Einsatzdauer vermerkt werden, um eine Lebensdauervorhersage zu erleichtern.

Standardisieren Sie die Installationsvorgaben: Bei Rohrwechseln ist der zulässige Biegeradius einzuhalten (bei Schläuchen mindestens das 6- bis 8-fache des Außendurchmessers), Verdrehungen sind zu vermeiden und zum Anziehen der Armaturen sind zwei Schraubenschlüssel zu verwenden.

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Obwohl sie klein sind, stellen Rohre die „Blutgefäße“ eines Hydrauliksystems dar. Eine proaktive Inspektion und rechtzeitiger Austausch – also die Umwandlung von „reaktiver Wartung“ in „präventive Wartung“ – sind entscheidend, um Produktionsunterbrechungen infolge von Rohrschäden grundlegend zu vermeiden.

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