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Wie vermeidet man Getriebestörungen bei Rohrbiegemaschinen?

2026-08-06

Zahnräder gehören zu den Komponenten in Rohrbiegemaschinen, die oft übersehen werden, bis Probleme auftreten. Hydrauliköl, elektrische Systeme, Werkzeuge und Sensoren stehen täglich im Fokus. Doch bei Zahnrädern denken viele: „Es ist nur ein Stück Eisen; was könnte daran schon falsch sein?“

Tatsächlich überträgt das Zahnrad- und Kettengetriebe einer Rohrbiegemaschine das Drehmoment des Motors auf den Biegearm, die Klemmvorrichtung und die Pressform – also auf die Aktuatoren. Wenn die Zahnräder locker oder abgenutzt sind, hält die Bewegung des Biegearms nicht mehr mit den programmierten Anweisungen Schritt. Winkelabweichungen oder Wellenbildung am Rohr – nach eingehender Suche nach verschiedenen Ursachen stellt sich heraus, dass sie auf Spiel im Zahnradgetriebe zurückzuführen sind.

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I. Wie sich Zahnradverschleiß schrittweise entwickelt

Zahnradverschleiß tritt fast niemals plötzlich auf. Er beginnt möglicherweise mit Grübchenbildung an den Zahnflanken oder einer leichten Dehnung der Kette. Diese Veränderungen führen nicht sofort zum Ausfall der Maschine, doch die Übertragungseffizienz nimmt bereits ab.

Erhöhte Reibung führt zu Wärmeentwicklung, wodurch die Leistungsfähigkeit des Schmierstoffs noch schneller nachlässt. Der Kontakt zwischen den Zahnrädern wird zunehmend ungleichmäßig, was die lokale Beanspruchung erhöht. Ab einem bestimmten kritischen Punkt bricht ein Zahnrad oder die Kette springt über die Zähne, wodurch die Maschine zum Stillstand kommt. Dieser Prozess kann Monate oder sogar länger dauern, doch frühe Symptome werden oft übersehen.

II. Regelmäßige Inspektionen: Hören und Beobachten

Vor Inbetriebnahme der Maschine täglich sollten die Bediener in der Nähe des Getriebes auf ungewöhnliche Geräusche achten. Ein ordnungsgemäßer Zahnradbetrieb erzeugt ein gleichmäßiges Geräusch. Periodische Schlaggeräusche oder scharfe Reibungsgeräusche deuten häufig auf Veränderungen im Zahnradspiel oder bei den Schmierbedingungen hin.

Führen Sie wöchentlich eine einfache Inspektion durch, z. B. auf Öllecks außerhalb des Getriebes, auf korrekte Kettenzugspannung sowie auf offensichtliche Verschleißerscheinungen. Diese Kontrollen nehmen nur wenig Zeit in Anspruch, ermöglichen aber die frühzeitige Erkennung vieler Probleme.

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III. Schmierung: Mehr ist nicht immer besser

Zahnräder und Ketten benötigen Schmieröl oder Fett, um Reibung zu verringern und Wärme abzuleiten. Die Menge und Häufigkeit der Schmierung müssen jedoch korrekt gesteuert werden.

Zu wenig Schmieröl führt zum direkten Kontakt zwischen den Zahnflanken und beschleunigt den Verschleiß. Zu viel Fett hingegen kann Metallspäne und Staub anziehen, wodurch es als Abrasiv wirkt und den Verschleiß ebenfalls beschleunigt. Außerdem sollten verschiedene Marken von Schmieröl nicht gemischt werden, da unterschiedliche Additivsysteme miteinander reagieren können.

Die Verwendung des im Gerätehandbuch empfohlenen Öls sowie das Einhalten der empfohlenen Intervalle und Mengen ist weitaus effektiver als unkritische Nachfüllungen.

IV. Kettenzug: Zu locker oder zu straff ist unerwünscht

Ist die Kette zu locker, vibriert sie während des Betriebs und erzeugt Stoßbelastungen. Die Stoßkraft auf Ritzel und Zahnräder ist deutlich größer als bei gleichmäßiger Belastung. Ist die Kette hingegen zu straff, erhöht sich die Belastung von Lagern und Wellen und beschleunigt den Verschleiß.

Die allgemeine Methode zur Überprüfung der Spannung besteht darin, die Mitte der Kette einzudrücken und ihre Durchbiegung zu beobachten. Konkrete Werte finden Sie im Gerätehandbuch, da verschiedene Modelle von Rohrbiegemaschinen unterschiedliche Anforderungen haben. Eine rechtzeitige Anpassung der Spannung, sobald sie als unzureichend erkannt wird, ist deutlich einfacher, als zu warten, bis die Kette über die Zähne springt.

V. Reinigung: Vermeidung abrasiver Effekte

Die Arbeitsumgebung einer Rohrbiegemaschine enthält Metallstaub und Kühlmitteldampf. Dringen diese Stoffe in das Getriebegehäuse ein, vermischen sie sich mit dem Schmieröl und bilden eine schleifende, pastenartige Mischung, die den Verschleiß der Zahnflächen beschleunigt.

Eine regelmäßige Reinigung der Außenseite des Getriebegehäuses sowie die Überprüfung der Dichtungen auf Beschädigungen verringern die Wahrscheinlichkeit, dass Verunreinigungen in das Zahnradsystem eindringen. Falls das Getriebegehäuse Entlüftungsöffnungen oder Inspektionsöffnungen besitzt, achten Sie darauf, dass kein Schmutz hineinfällt.

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VI. Zeitpunkt für den Austausch verschleißfester Teile

Auch bei ordnungsgemäßer Wartung haben Zahnräder und Ketten eine begrenzte Lebensdauer. Die weitere Verwendung von Komponenten mit deutlichen Pittingstellen, einer Kettendehnung über den zulässigen Grenzwert hinaus oder einer Verformung der Zahnradzähne erhöht lediglich das Risiko.

Der Austausch dieser Komponenten während geplanter Stillstandszeiten ist weitaus kosteneffizienter, als bis zum Versagen zu warten. Die Verluste durch unvorhergesehene Ausfallzeiten sind oft deutlich höher als die Kosten für die Ersatzteile selbst.

VII. Häufige Fehler

Die mechanischen Getriebekomponenten ignorieren und sich ausschließlich auf die hydraulischen und elektrischen Systeme konzentrieren. Übermäßige Schmierung – unter der Annahme, dass mehr Schmiermittel immer besser schützt. Die Kettenzugspannung nicht regelmäßig prüfen und Probleme erst erkennen, wenn sie offensichtlich werden. Alle diese Probleme lassen sich vermeiden, indem man eine einfache Checkliste erstellt.

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