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Rohrbiegemaschine

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Wie lässt sich die Ursache für den Verschleiß der Führungsschienen einer Rohrbiegemaschine ermitteln?

Apr.09.2026

Die Führungsschienen (linear oder gleitend) einer Rohrbiegemaschine sind Kernkomponenten, die eine präzise Positionierung des Vorschub-, Dreh- und Biegearms gewährleisten. Abnutzung dieser Schienen führt zu Abweichungen beim Biewinkel, ungenauen Vorschublängen und sogar zu Maschinenschwingungen. Um das Problem vollständig zu lösen, reicht ein einfacher Austausch der Führungsschienen nicht aus; es ist vielmehr ein systematischer Ansatz zur Identifizierung der Ursache erforderlich.

Vier-Schritte-Methode zur Ursachenanalyse

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Schritt 1: Beobachten des Verschleißmusters und Ableiten der Belastung.

Starke Abnutzung auf einer Seite: Dies deutet darauf hin, dass die Führungsschienen nicht parallel zueinander verlaufen oder dass der Zuführwagen/die Biegearmatur einer exzentrischen Lastmomentbelastung ausgesetzt ist. Prüfen Sie die Parallelität und Ebenheit des Führungsschienenpaares.

Abnutzung an beiden Enden, Mitte intakt: Dies deutet auf unzureichende Schmierung hin; trockene Reibung an beiden Enden infolge von Öldefizit während der Hin- und Herbewegung an den Hubgrenzen.

Oberflächenpitting oder Absplitterung: Ursache ist meist eine Stoßbelastung (Vibration während des Rohrbiegens) oder Materialermüdung. Prüfen Sie die Biegeschwindigkeit sowie, ob die Matrizenabstimmung zu abnormalen Stößen führt.

Wellenförmige Abnutzung: Deutet häufig auf unzureichende Steifigkeit der Führungsschienebefestigungsplatte hin; langfristige Maschinenvibration führt zu einer Verformung der Führungsschiene.

Schritt 2: Überprüfen Sie den Status des Schmiersystems.

Stellen Sie sicher, ob die automatische Schmierpumpe gemäß dem eingestellten Zyklus Öl zuführt, ob der Ölteiler verstopft ist und ob die Ölleitungen beschädigt sind.

Überprüfen Sie den Ölfilm auf der Führungsschienenoberfläche: Normalerweise sollten gleichmäßige Ölspuren sichtbar sein. Wenn die Oberfläche trocken erscheint oder schwarze, schlammartige Ablagerungen aufweist, deutet dies auf unzureichende Schmierung oder Ölkontamination hin.

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Schritt 3: Messung der mechanischen Genauigkeit und der Belastung

Verwenden Sie einen Tasteranzeiger, um Geradheit und Parallelität der Führungsschienen zu messen. Abweichungen, die die Toleranz überschreiten (z. B. 0,02 mm oder mehr pro Meter), beschleunigen den Verschleiß.

Überprüfen Sie, ob die Vorschubspindel und die Führungsschiene parallel zueinander ausgerichtet sind. Eine verbogene Spindel erzeugt zusätzliche radiale Kräfte, was zu einem ungleichmäßigen Verschleiß der Führungsschiene führt.

Überprüfen Sie erneut, ob die Rohrbiegespezifikationen die zulässige Kapazität der Anlage überschreiten. Ein langfristiger Überlastbetrieb vervielfacht das Biegemoment und die Reibkraft an den Führungsschienen.

Schritt 4: Untersuchung von Umgebungs- und Wartungsfaktoren

Staub, Späne und Sandpartikel, die in den Führungsschienen-Schlitten eindringen, verursachen abrasiven Verschleiß. Prüfen Sie, ob die Schutzabdeckung der Führungsschiene beschädigt ist.

Wartungsunterlagen prüfen: Wurde das Führungsschienenfett lange Zeit nicht gewechselt? Wurde der falsche Fetttyp verwendet?

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Zusammenfassung typischer Ursachen

Verschleißmerkmale: Wahrscheinlichste Ursachen

Einseitiger Verschleiß: Nicht paralleler Einbau der Führungsschiene / Ungleichmäßige Belastung

Verschleiß an beiden Enden: Unzureichende Schmierung (Ölmangel am Hubende)

Pitting und Abplatzungen: Stoßbelastung / Überlastung

Wellenförmiger Verschleiß: Unzureichende Grundsteifigkeit / Vibration

Gleichmäßiger Verschleiß mit glänzender Oberfläche: Erreichen der normalen Nutzungsdauer / Schlechte Schmierung

Oberflächliche Kratzer: Beschädigte Schutzabdeckung, Eindringen von Fremdkörpern

Korrektive und präventive Maßnahmen

Neukalibrierung: Lösen Sie die Führungsschienenklemmen, korrigieren Sie Parallelität und Horizontale mit einem Laserinterferometer oder einer Messuhr und ziehen Sie sie in der richtigen Reihenfolge wieder fest.

Schmierung optimieren: Ersetzen Sie das Schmiermittel durch hochdruckfestes Lithiumseifenfett und stellen Sie die Frequenz der automatischen Schmierung ein (z. B. alle 4 Stunden schmieren).

Schutz verbessern: Reparieren oder ersetzen Sie beschädigte Führungsschienenschutzabdeckungen und installieren Sie Abstreiferklingen.

Prozess anpassen: Verringern Sie die Biegeschwindigkeit, um Stöße zu vermeiden; stellen Sie sicher, dass die Biegerohrspezifikationen innerhalb des vom Gerät angegebenen Leistungsbereichs liegen.

Teile austauschen: Falls der Gleiter oder die Führungsschiene stark verschlissen sind, ersetzen Sie beide Komponenten paarweise (Führungsschiene + Gleiter), um eine Mischung aus neuen und alten Teilen zu vermeiden.

Nur durch die Identifizierung der „Ursache“ für Verschleiß – und nicht lediglich durch den Austausch von Einzelteilen – lässt sich die Genauigkeit der Rohrbiegemaschine grundlegend wiederherstellen und die Lebensdauer der Anlage verlängern.

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