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Rohrbiegemaschine

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Wie wechselt man die Matrizen einer Rohrbiegemaschine korrekt?

Apr.09.2026

Der Wechsel der Werkzeuge an einer Rohrbiegemaschine ist ein häufiger Vorgang in der täglichen Produktion. Unzulässige Methoden können jedoch die Biegegenauigkeit beeinträchtigen, die Werkzeuge beschädigen oder sogar Sicherheitsunfälle verursachen. Ein standardisierter und geordneter Werkzeugwechselprozess ist die Grundlage für die Gewährleistung der Anlagenstabilität und der Produktqualität.

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Vorbereitung vor dem Werkzeugwechsel:

Spezifikationen prüfen: Überprüfen Sie, ob Durchmesser und Biegeradius des neuen Werkzeugs mit dem zu bearbeitenden Rohr übereinstimmen.

Reinigung und Wartung: Entfernen Sie Ölflecken und Metallspäne vom alten Werkzeug und vom Montagebereich. Prüfen Sie die Arbeitsfläche des neuen Werkzeugs auf Grate oder Rost.

Werkzeugvorbereitung: Innensechskantschlüssel, Steckschlüssel, Drehmomentschlüssel, Kupferstab, spezielles Rohrbiegeöl usw.

Sicheres Arbeiten: Schalten Sie die Stromversorgung der Anlage aus und entlasten Sie den hydraulischen Systemdruck (führen Sie die Rückfahrt zur Ausgangsposition oder die Druckentlastungsfunktion aus).

Entfernen der alten Werkzeugeinheit:

Biegeform: Entfernen Sie die Befestigungsschrauben der Biegeform und klopfen Sie diese vorsichtig mit einem Kupferstab ab, um sie von der Welle zu lösen. Bewahren Sie die Schrauben und Unterlegscheiben sicher auf.

Spannform: Lösen Sie die Befestigungsschrauben des Spannformhalters und entfernen Sie die Spannform. Falls durch die lange Nutzung eine Adhäsion infolge hoher Spannkraft entstanden ist, hebeln Sie die Form gleichmäßig mit einem Brecheisen heraus.

Faltenverhinderungsform: Lösen Sie die Befestigungsschrauben des Faltenverhinderungsformhalters und ziehen Sie die Faltenverhinderungsform in Richtung der Führungsschiene heraus.

Mandrel: Fahren Sie den Mandrel in die Ausgangsposition zurück, entfernen Sie den Verbindungsbolzen oder die Sicherungsmutter am Ende des Mandrelstabs und ziehen Sie den Mandrel von vorne oder hinten heraus (je nach Maschinenmodell).

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Einbau der neuen Werkzeugeinheit: Biegeform:

Setzen Sie die Biegeform auf die Drehwelle, wobei sicherzustellen ist, dass die Positionierungs-Nut oder der Positionierungsabsatz ausgerichtet ist. Tragen Sie eine kleine Menge Rostschutzöl auf die Kontaktfläche auf. Ziehen Sie die Schrauben diagonal vor und anschließend mit einem Drehmomentschlüssel auf das vorgeschriebene Drehmoment fest.

Spannform: Installieren Sie die Spannform unter Beachtung der Öffnungsrichtung der Form, die mit der Nut der Biegeform übereinstimmen muss. Nach dem vorsichtigen Anspannen prüfen Sie mit einem Taster die Parallelität und Koaxialität von Spannform und Biegeform und stellen diese ggf. mittels Ausgleichscheiben ein.

Faltenverhinderungsform: Führen Sie die Faltenverhinderungsform in die Führungsschiene ein und justieren Sie deren Vorderkante so, dass sie exakt mit dem Tangentenpunkt der Biegeform übereinstimmt. Stellen Sie den Spalt so ein, dass die Form eng, jedoch ohne Verklemmung, an den Außendurchmesser des Rohrs anliegt (ca. 0,1–0,2 mm).

Mandrel: Führen Sie den Mandrel in die Führungslage des Rohrs ein und verbinden Sie den Mandrelstab. Einstellen der Mandrelverlängerung: Im Allgemeinen sollte die Mitte der ersten Kugelgelenk-Buchse des kugelköpfigen Mandrels 0,5–1,5 mm vor der Biegeschneidelinie liegen (je nach Rohrwandstärke).

Inspektion und Probelauf nach Wechsel des Biegeformwerkzeugs:

Leerlaufprüfung: Führen Sie den Biegearm manuell oder mit niedriger Drehzahl ohne Last aus, um sicherzustellen, dass keine Interferenzen oder ungewöhnliche Geräusche auftreten.

Erststück-Probebiegung: Nehmen Sie ein Rohrstück mit denselben Abmessungen wie das Endprodukt, tragen Sie Biegeöl auf und führen Sie eine Probebiegung durch.

Qualitätsprüfung: Prüfen Sie Winkel, Querschnitts-Ovalität sowie das Vorhandensein von Falten oder Kratzern am probengebogenen Stück. Falls die Anforderungen nicht erfüllt sind, justieren Sie fein die Spielweite des Faltenverhinderungs-Formwerkzeugs oder die Position des Mandrels.

Parameterdokumentation: Tragen Sie die Formwerkzeugabmessungen, die Mandrelposition und die Position des Faltenverhinderungs-Formwerkzeugs auf der Fertigungsunterlage ein, um beim nächsten Formwerkzeugwechsel einen schnellen Austausch zu ermöglichen.

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Wichtige Vorsichtsmaßnahmen

Ziehen Sie die Schrauben diagonal an, um eine ungleichmäßige Druckbelastung zu vermeiden, die die Form verformen könnte.

Eine zu große Ausfahrhöhe des Dornes beschädigt die Innenwand des Rohrs; eine zu geringe Ausfahrhöhe verhindert das Knittern nicht wirksam.

Ein zu großer Spalt zwischen der Knitterverhinderungsform und der Biegeform führt zu Knitterbildung; ein zu kleiner Spalt verursacht Kratzer. Eine sorgfältige Feineinstellung ist erforderlich.

Reinigen Sie nach jedem Formwechsel stets die Formoberfläche und tragen Sie eine geeignete Menge Bieschmiermittel auf, um Trockenreibung zu vermeiden.

Überprüfen Sie die Form regelmäßig auf Verschleiß; falls der Verschleiß die zulässigen Toleranzen überschreitet, müssen Reparatur oder Austausch umgehend erfolgen.

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Ein ordnungsgemäßes Formwechselverfahren gewährleistet nicht nur die Genauigkeit der Rohrbiegung, sondern verlängert zudem deutlich die Lebensdauer von Formen und Maschinen.

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