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Abkantpresse

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Warum treten bei der Biegung mit der Pressenbremse Risse auf?

Mar.27.2026

Inhaltsverzeichnis

• Verständnis von Biegerissen bei der Blechumformung mit einer Abkantpresse

○ Was mit dem Metall während des Abkantens mit einer Abkantpresse geschieht

○ Warum Risse auf der äußeren Biegefläche entstehen

• Werkstoffbedingte Ursachen für Biegerisse

○ Werkstoffe mit geringer Duktilität

○ Werkstoffkornrichtung und Ausrichtung der Biegung

• Werkzeugausswahl und deren Einfluss auf Biegerisse

○ Falsche V-Gesenktiefe

○ Zu scharfer Stanzradius

• Maschinenparameter, die das Rissbildung beim Biegen beeinflussen

○ Zu hohe Biegekraft (in Tonnen)

○ Unangemessene Biegegeschwindigkeit

• Praktische Lösungen zur Vermeidung von Rissen beim Abkanten mit der Kantenbiegemaschine

○ Auswahl des richtigen inneren Biegeradius

○ Optimierung von Werkzeug und Matrizenkonfiguration

○ Überprüfung der Materialqualität und -eigenschaften

○ Anpassung der Biegerichtung

• Häufig gestellte Fragen (FAQs)

○ Was ist die Hauptursache für Risse beim Abkanten an einer Abkantpresse?

○ Beeinflusst die Werkzeugauswahl das Auftreten von Rissen beim Abkanten?

○ Beeinflusst die Faserrichtung das Auftreten von Rissen beim Abkanten?

○ Wie vermeidet man Risse beim Abkanten von Edelstahl?

• Fazit

Risse beim Abkanten an Abkantpressen sind ein häufiger Fehler in der Blechverarbeitung. Wenn solche Probleme während des Abkantens auftreten, analysiere ich zunächst die Materialeigenschaften und die Abkantparameter. Dieser Fehler beeinträchtigt unmittelbar die Produktqualität, die strukturelle Integrität und die Fertigungseffizienz. Viele Bediener gehen fälschlicherweise davon aus, dass eine schlechte Materialqualität die alleinige Ursache ist; Risse resultieren jedoch meist aus mehreren Faktoren: ungeeignete Werkzeuge, zu kleiner Abkantradius, übermäßiger Abkantdruck oder ungünstige Faserausrichtung. In diesem Artikel werden die wesentlichen Ursachen für Risse beim Abkanten an Abkantpressen erläutert und praktikable Lösungen vorgestellt, indem Material, Werkzeuge und Maschinenparameter optimiert werden.

Grundlagen zu Rissen beim Abkanten an Abkantpressen in der Blechverarbeitung

Um Biegerisse zu beheben, müssen Sie zunächst verstehen, wie sich Metall beim Biegen verformt.

Was mit Metall während des Biegens auf einer Abkantpresse geschieht

Wenn Blech auf einer Abkantpresse gebogen wird, wirken zwei entgegengesetzte Spannungen auf es ein: Die innere Schicht wird gestaucht, während die äußere Schicht gedehnt wird. Risse entstehen, sobald die Zugspannung an der Außenfläche die Dehnungsgrenze des Werkstoffs überschreitet.

Dies ist das grundlegende mechanische Prinzip hinter Biegerissen. Werkstoffe mit geringer Duktilität oder ungeeigneten Biegebedingungen neigen deutlich stärker zur Rissbildung.

Warum Risse an der Außenfläche der Biegung entstehen

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Risse treten nahezu immer am Außenradius der Biegung auf, da dieser Bereich die höchste Zugspannung erfährt. Ist der Biegeradius im Verhältnis zur Blechdicke zu klein, kann sich das Material nicht ausreichend dehnen und beginnt zu brechen.

Daher ist die Auswahl des richtigen Stempelradius und der richtigen Matrizenöffnung entscheidend, um Risse zu vermeiden.

Werkstoffbedingte Ursachen für Biegerisse

In der tatsächlichen Produktion gehören die Materialeigenschaften zu den häufigsten Ursachen für Biegerisse.

Metalle mit geringer Duktilität

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Einige Metalle, insbesondere hochfeste Stähle, vergütete Stähle oder unzureichend verarbeitete Edelstähle, weisen eine begrenzte Dehnung auf. Diese Werkstoffe können sich während des Biegens nicht ausreichend dehnen.

Das Biegen von Materialien mit geringer Duktilität erhöht das Risiko von Rissen erheblich.

Um dieses Risiko zu senken, empfehle ich:

• Verwendung eines größeren Biegeradius

• Verringerung der Biegeschwindigkeit

• Anwendung einer gestuften Biegung, falls machbar

Richtung der metallischen Kornstruktur und Ausrichtung beim Biegen

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Bei Blechen entsteht während des Walzprozesses eine richtungsabhängige Kornstruktur, die die Biegeleistung stark beeinflusst.

Wenn die Biegekante parallel zur Faserrichtung verläuft, ist das Material weitaus anfälliger für Rissbildung, da sich die Dehnung entlang der schwächeren Faserverbindung vollzieht.

Um Rissbildung zu vermeiden, sollte stets senkrecht zur Faserrichtung gebogen werden, sofern möglich.

Werkzeugausswahl und deren Einfluss auf Bierisse

Eine falsche Werkzeugauswahl ist eine weitere Hauptursache für Biegefehler.

Falsche V-Gesenkweite

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Die V-Gesenkweite bestimmt den Materialfluss während des Biegens. Eine zu schmale Gesenkweite für die gegebene Blechdicke erzeugt übermäßige Biespannung.

Ich folge diesen praktischen Richtlinien:

• Baustahl: V-Gesenkweite ≈ 8 × Materialdicke

• Edelstahl: V-Gesenkweite ≈ 10–12 × Materialdicke

• Aluminium: V-Gesenkweite ≈ 6–8 × Materialdicke

Eine korrekte Werkzeuggröße sorgt für eine gleichmäßige Spannungsverteilung und verringert das Risiko von Rissen.

Zu kleiner Stanzstempelradius

Ein Stempel mit extrem kleinem Radius erzwingt eine scharfe, plötzliche Verformung und erhöht dadurch die Zugspannung an der Außenfläche.

Ein größerer Stempelradius ermöglicht eine schrittweise, sanfte Verformung und reduziert Risse erheblich.

Maschinenparameter, die das Risiko von Biegerissen beeinflussen

Neben Werkstoff und Werkzeug spielen auch Maschinenparameter eine entscheidende Rolle.

Zu hohe Biegekraft

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Die Anwendung einer zu hohen Biegekraft überlastet das Material. Dies geschieht häufig, wenn Bediener falsche Kraftangaben verwenden oder eine zu schmale Matrizenöffnung wählen.

Die Überwachung der Biegekraft sowie die Nutzung eines zuverlässigen Biegekraftrechners helfen, Materialbrüche zu vermeiden.

Unangemessene Biegegeschwindigkeit

Eine hohe Biegegeschwindigkeit kann die Spannungskonzentration verstärken, insbesondere bei dickem Blech oder harten Materialien.

In vielen Fällen ermöglicht eine Reduzierung der Biegegeschwindigkeit eine gleichmäßigere Verformung des Materials und verringert so das Risiko von Rissen.

Praktische Lösungen zur Vermeidung von Biegerissen an der Abkantpresse

Basierend auf Erfahrungen aus der Werkstatt erfordert die Beseitigung von Biegerissen in der Regel kombinierte Anpassungen.

Wählen Sie den richtigen inneren Biegeradius

Die Erhöhung des inneren Biegeradius verringert die Zugdehnung an der Außenfläche. Diese einfache Anpassung beseitigt Risse häufig vollständig.

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Optimieren Sie Werkzeuge und Matrizenkonfiguration

Die Auswahl des richtigen Stempelradius und der richtigen V-Matrizenöffnung gewährleistet eine gleichmäßige Spannungsverteilung während des Biegens.

Überprüfen Sie die Materialqualität und -eigenschaften

Überprüfen Sie stets die Materialzertifikate und mechanischen Eigenschaften. Eine Charge mit geringer Dehnung kann selbst unter Standardbiegebedingungen reißen.

Biegerichtung anpassen

Biegen Sie stets senkrecht zur Walzrichtung der Blechtafel, soweit möglich.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die Hauptursache für Risse beim Abkanten mit einer Kantenpresse?

Die häufigste Ursache ist ein innerer Biegeradius, der für die Blechdicke zu klein ist und dadurch die äußere Oberfläche überdehnt.

Hat die Werkzeugausswahl Einfluss auf das Auftreten von Biegerissen?

Ja. Ein ungeeigneter Stößelradius oder eine zu schmale Matrizenöffnung erhöhen die Biespannung und führen zu Rissen.

Wirkt sich die Faserrichtung auf das Auftreten von Biegerissen aus?

Absolut. Das Biegen parallel zur Faserrichtung erhöht das Risiko von Rissen; das Biegen senkrecht dazu verringert die Spannungskonzentration.

Wie vermeidet man Risse beim Biegen von Edelstahl?

Verwenden Sie eine breitere Matrizenöffnung, erhöhen Sie den Biegeradius und senken Sie die Biegeschwindigkeit. Edelstahl weist eine geringere Duktilität als unlegierter Stahl auf und erfordert daher strengere Parameterkontrolle.

Fazit

Rissbildung beim Abkanten mit einer Abkantpresse ist ein häufiges, jedoch vermeidbares Problem bei der Blechverarbeitung. In den meisten Fällen entsteht die Rissbildung durch eine Kombination aus Materialeigenschaften, ungeeigneter Werkzeugauswahl, unzureichendem Biegeradius oder übermäßig hoher Maschinenkraft. Durch ein besseres Verständnis des metallischen Verformungsverhaltens sowie durch Anpassungen der Matrizenöffnung, des Stempelradius, der Kornausrichtung und der Biegeschwindigkeit lässt sich das Risiko von Rissen erheblich reduzieren.

Um die Biegequalität zu verbessern und kostspielige Fehler zu vermeiden, sollten Sie stets die Materialeigenschaften und die Werkzeugeinstellung vor Beginn der Produktion bewerten. Für professionelle Beratung zur Bedienung von Abkantpressen, zur Auswahl geeigneter Werkzeuge oder zur Optimierung des Biegeprozesses wenden Sie sich bitte an unser Team oder durchsuchen Sie weitere technische Dokumente auf unserer Website.

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