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Welche Sicherheitsstandards für Rohrbiegemaschinen sollten Sie prüfen?

2026-07-27

Wenn es um Sicherheitsstandards für Rohrbiegemaschinen geht, achten viele Käufer bei der Prüfung der technischen Spezifikationen ausschließlich auf den Biegeradius und den Automatisierungsgrad und überfliegen die Sicherheitszertifizierungen nur flüchtig. Ich verstehe das; schließlich generieren Produktionsleistung und Präzision unmittelbar Gewinne, während Sicherheit wie etwas „Nutloses erscheint, solange nichts schiefgeht.“ Doch ehrlich gesagt geht es bei der Einhaltung von Gerätesicherheitsvorschriften nicht nur darum, Inspektionen zu bestehen; sie betrifft unmittelbar die Sicherheit der Bediener und die langfristige Zuverlässigkeit der Maschine.

CE-Zertifizierung: Eine strenge Hürde für den europäischen Markt

Falls Sie Ihre Rohrbiegemaschine auf den europäischen Markt bringen möchten, ist die CE-Kennzeichnung zwingend erforderlich. Sie bescheinigt, dass die Maschine die gesundheits-, sicherheits- und umweltrechtlichen Anforderungen der EU erfüllt. CE-zertifizierte Maschinen durchlaufen eine Reihe von Prüfungen, darunter elektrische Sicherheitsprüfungen, die Überprüfung der Not-Aus-Funktion sowie die Bewertung der mechanischen Konstruktion. Geräte ohne CE-Kennzeichnung dürfen nicht nach Europa eingeführt werden; selbst in anderen Regionen gelten CE-zertifizierte Maschinen im Allgemeinen als stärker konform mit Sicherheitsdesign-Standards.

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ISO 12100: Die Grundlage der Maschinensicherheit

ISO 12100 legt die grundlegenden Prinzipien der Maschinensicherheit fest. Sie verlangt von Herstellern, sämtliche potenziellen Gefährdungen bereits in der Entwurfsphase zu identifizieren und entsprechende Schutzmaßnahmen direkt an der Maschine umzusetzen. Beispiele hierfür sind: ob Klemmstellen geschützt sind, ob die Maschinenstruktur ausreichend stabil ist und ob die Beschriftung des Bedienfelds klar lesbar ist. Die zentrale Logik dieser Norm lautet ‚intrinsische Sicherheit‘ – es ist besser, Gefährdungen bereits bei der Konstruktion zu vermeiden, als sie später durch zusätzliche Schutzmaßnahmen zu kompensieren.

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NR12: Eine zwingende Anforderung für den brasilianischen und lateinamerikanischen Markt

Falls Ihre Maschinen für den Vertrieb in Brasilien oder in angrenzenden Märkten bestimmt sind, ist NR12 eine Norm, die Sie kennen müssen. Sie enthält detaillierte Anforderungen zum Sicherheitsschutz mechanischer Ausrüstung – beispielsweise Schutzeinrichtungen, verriegelte Sicherheitstüren, Zweihandsteuerungen sowie eindeutige Sicherheitswarnhinweise. Rohrbiegemaschinen, die NR12 entsprechen, weisen in der Regel ein relativ hohes Sicherheitsniveau auf.

OSHA und ANSI: Grundlegende Anforderungen für den nordamerikanischen Markt

Rohrbiegemaschinen auf dem nordamerikanischen Markt müssen in der Regel die Vorschriften von OSHA und ANSI erfüllen. OSHA regelt vorrangig die betriebliche Sicherheit, beispielsweise die Schulung von Bedienern sowie Verfahren zum Sperren und Kennzeichnen von Maschinen; ANSI konzentriert sich auf die Sicherheitsstandards der Geräte selbst sowie auf Anforderungen an mechanischen Schutz. Falls Sie im nordamerikanischen Raum tätig sind, müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Geräte diese Standards erfüllen oder übertreffen.

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Mehrere zentrale Sicherheitsmerkmale müssen vor dem Kauf sorgfältig geprüft werden:

Standort und Funktion der Not-Aus-Taste müssen getestet werden. Die Not-Aus-Taste muss innerhalb leichter Reichweite des Bedieners installiert sein; sämtliche Bewegung muss unverzüglich nach Betätigung der Taste stoppen – ohne Verzögerung. Die Rückstellung darf ausschließlich manuell und nicht automatisch erfolgen.

Schutzeinrichtungen und Verriegelungseinrichtungen sind unverzichtbar. Während der Maschine in Betrieb ist, muss der Bedienbereich physische Barrieren oder Sicherheitstüren aufweisen. Die Maschine muss automatisch den Betrieb einstellen, sobald die Tür geöffnet wird. Diese Einrichtungen dürfen weder weggelassen noch umgangen werden.

Ein Zweihandsteuerungssystem wird bei Bedienvorgängen eingesetzt, bei denen besondere Sicherheitsaufmerksamkeit erforderlich ist. Der Bediener muss die Taste gleichzeitig mit beiden Händen betätigen, um den Biegezyklus zu starten, wodurch ein Eindringen der Hände in die Gefahrenzone verhindert wird. Der Fußschalter muss zudem eine Schutzabdeckung besitzen, um unbeabsichtigtes Auslösen zu vermeiden.

Hinsichtlich des Überlastschutzes ist zu prüfen, ob die Maschine über einen Überlastsensor oder ein hydraulisches Druckbegrenzungsventil verfügt. Sobald die Biegekraft den eingestellten Wert überschreitet, muss das System automatisch Druck abbauen oder die Maschine stoppen, um Beschädigungen an der Anlage und der Werkzeugform zu vermeiden.

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Die Schulung der Bediener sowie tägliche Inspektionen sind gleichermaßen wichtig.

Egal wie ausgefeilt die Sicherheitsausrüstung auch ist – sie ist praktisch nutzlos, wenn der Bediener nicht weiß, wie man sie bedient. Sicherheitsbetriebsverfahren müssen bei jedem Wechsel des Bedieners oder während regelmäßiger Wiederholungsschulungen immer wieder als zentrales Thema betont werden. Die Entwicklung von Gewohnheiten wie tägliche visuelle Vor-Inbetriebnahme-Inspektionen, regelmäßige Funktionsprüfungen von Sensoren sowie die Überprüfung der Integrität und Zuverlässigkeit von Schutzeinrichtungen kann viele Unfälle verhindern.

Letztendlich ist die Überprüfung von Sicherheitsstandards nicht nur eine Formsache.

Eine gute Sicherheitsgestaltung spiegelt das Engagement des Herstellers für Produktentwicklung und Qualitätskontrolle wider. Maschinen, die Sicherheitsstandards erfüllen, überzeugen in der Regel auch in anderen Bereichen.

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