Betriebswissen zu Blechrollmaschinen
Mangelnde Betriebskenntnisse bei Blechwalzmaschinen ist absolut unzulässig. Die Effizienz und Ausfallrate mechanischer Anlagen hängen eng mit dem Bediener zusammen. Als Bediener gefährlicher Maschinen ist es entscheidend, die relevanten Kenntnisse zu besitzen, um Unfälle durch Bedienerfehler wirksam zu verhindern. Lernen wir nun die detaillierten Betriebsanforderungen für Blechwalzmaschinen kennen.

Zunächst muss der Bediener vor Inbetriebnahme die Umgebung aufräumen, um gute Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Die Kleidung des Bedieners sollte ordentlich sein, um zu verhindern, dass Kleidungsstücke während des Betriebs in die Walzen geraten. Während des Betriebs darf der Bediener nur an den Seiten des Werkstücks stehen. Falls während des Betriebs Anpassungen oder Rundheitsmessungen erforderlich sind, muss die Maschine angehalten werden; ein Betrieb während laufender Messungen ist untersagt. Beim Bearbeiten des Werkstücks ist ein Bearbeitungszugang einzuplanen.
Bei der Rundheitsmessung darf der Bediener nicht auf dem gewalzten Zylinder stehen; es ist ebenfalls verboten, auf dem zu bearbeitenden Werkstück zu stehen. Bei schwer bearbeitbaren Werkstücken – beispielsweise bei hoher Dicke, großem Durchmesser oder bei Rohmaterialien mit hoher Härte oder Festigkeit – ist eine mehrmalige Bearbeitung in kleinen Schritten erforderlich, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Werkstücke mit kleinerem Durchmesser sind zwischen den Walzen zu walzen.
Wartungsverfahren
1. Schmieren Sie alle Ölschmiernippel und manuellen Schmierstellen gemäß dem Maschinenschmierplan.
2. Walzen Sie die Platte entsprechend den vom Blechwalzmaschine angegebenen Parametern: Plattendicke 20 mm, maximale Länge 2500 mm und Streckgrenze des Plattenwerkstoffs unter 250 MPa.
3. Nach dem Anschließen der Stromversorgung führen Sie Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen der unteren Walze sowie das Heben/Senken der oberen Walze durch, um auf eventuelle ungewöhnliche Blockierungen zu prüfen.
4. Befolgen Sie strikt das Blechwalzverfahren und die Bedienungsanweisungen. Achten Sie besonders auf den Betrieb der Maschine, wenn die obere Walze ihre Endposition beim Heben oder Senken erreicht.
5. Erst nachdem der Hauptantrieb zum Stillstand gekommen ist, darf die obere Walze gehoben oder gesenkt, das Kipplager zurückgestellt und die obere Walze gekippt werden.
6. Während des Betriebs ist die Maschine sofort zu stoppen und zu inspizieren, falls unregelmäßige Geräusche, Stöße oder andere ungewöhnliche Erscheinungen auftreten.
7. Während des Betriebs müssen alle Mitarbeiter untereinander koordinieren und den Anweisungen der für das Blechwalzen Verantwortlichen Folge leisten. Die Maschine darf nicht ohne mündlichen Befehl gestartet werden.
8. Beim Walzen von Blechen ist äußerste Vorsicht geboten, um zu verhindern, dass Hände unter dem Stahlblech eingeklemmt und mitgewalzt werden.
9. Beim Heben von Stahlblechen oder Walzen mittels einer Laufkatze ist darauf zu achten, Kollisionen mit der Maschine zu vermeiden. Nach Abschluss des Blechwalzens ist sicherzustellen, dass sämtliche Materialien verbraucht sind und der Arbeitsplatz gereinigt wurde. Führen Sie Wartungsarbeiten an der Ausrüstung durch und schalten Sie die Stromversorgung unverzüglich aus.

Vorsichtsmaßnahmen
1. Reinigen Sie die Komponenten der Blechwalzmaschine, insbesondere die Verbindungsstellen;
2. Bei der Montage der Blechwalzmaschine ist das Prinzip ‚innen nach außen‘ und ‚unten nach oben‘ zu beachten;
3. Geben Sie bei Montagearbeiten, die dasselbe Werkzeug oder dieselbe Ausrichtung verwenden, Priorität;
4. Halten Sie sich während der Montage strikt an die Konstruktionszeichnungen und kontrollieren Sie Maße und Spezifikationen streng.
5. Die Blechwalzmaschine muss von einer dafür benannten Person verwaltet werden.
6. Die Bediener müssen mit dem Aufbau, der Leistungsfähigkeit und den Bedienungsmethoden der Blechwalzmaschine vertraut sein und dürfen sie erst nach Genehmigung durch die zuständige Führungskraft bedienen.
7. Vor Inbetriebnahme der Maschine ist sorgfältig zu prüfen, ob die Anlage betriebsbereit ist.
8. Während des Betriebs ist es strengstens untersagt, Hände oder Füße auf die Walzen, die Antriebskomponenten oder die Werkstücke zu legen.
9. Nach Unterbrechung der Arbeit ist die Kupplung in die Neutralstellung zu bringen.
10. Bei gemeinsamer Arbeit mehrerer Personen muss eine dafür benannte Person die Abläufe leiten.
11. Eine Überlastung ist strengstens untersagt.
12. Das Neigen und Zurückstellen der Hub- und Neiglager der oberen Walze sowie das Ausbalancieren der oberen Walze dürfen nur erfolgen, nachdem der Hauptantrieb angehalten wurde.
13. Werkstücke und Abfälle dürfen nicht wahllos im Arbeitsbereich gestapelt werden; die Blechwalzmaschine und der Arbeitsbereich müssen stets sauber gehalten werden.
14. Nach Abschluss der Arbeit ist die Stromversorgung zu unterbrechen und der Schaltschrank abzuschließen.






































