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Wartung einer Dreirollen-Blechwalzmaschine

Jul.16.2026

Die Lebensdauer einer Dreirollen-Blechwalzmaschine hängt eng mit der täglichen Wartung zusammen. Eine sachgemäße Wartung kann den Verschleiß von Komponenten reduzieren und das Ausfallrisiko senken. Im Folgenden sind wesentliche Wartungspunkte aus verschiedenen Perspektiven zusammengestellt, die die tägliche Wartung, regelmäßige Inspektionen sowie die Wartung kritischer Komponenten umfassen:

I. Grundlegende Wartung während des täglichen Betriebs

1. Reinigung und Entstaubung

Maschinenkörperoberfläche: Nach jedem Arbeitstag Metallspäne, Ölflecken und Staub mit einem trockenen Tuch oder Druckluft von Maschinenkörper und Rolleroberflächen entfernen. Dadurch wird verhindert, dass sich Schmutz ansammelt und den Verschleiß der Rollen beschleunigt oder Getriebekomponenten blockiert.

Schmierstellen: Ölflecken an freiliegenden Schmierstellen wie Getrieben und Lagerböcken abwischen, um Staubeinlagerung und Schlammbildung zu verhindern, die die Schmierung beeinträchtigen könnten.

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2. Schmierungsmanagement

Regelmäßige Schmierung: Führen Sie regelmäßig Schmieröl (z. B. lithiumbasiertes Fett) an Rollenlagern, Zahnrad-Eingriffstellen, Spindelmutter usw. gemäß der Geräteanleitung zu. Der Schmierzustand ist nach ca. 8–10 Betriebsstunden zu überprüfen; das Schmieröl ist vierteljährlich vollständig zu wechseln. Getriebeölfüllstand: Überprüfen Sie den Getriebeölfüllstand wöchentlich. Bei unzureichendem Füllstand umgehend nachfüllen (empfohlen wird Industrie-Getriebeöl mittlerer Belastung, z. B. L-CKC 220). Bei Ölverschlechterung (Schwarzfärbung, ungewöhnlicher Geruch) ist das Öl unverzüglich zu wechseln.

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3. Überwachung des Betriebszustands

Ungewöhnliche Geräusche und Vibrationen: Achten Sie während des Betriebs auf ungewöhnliche Geräusche (z. B. Zahnradreiben, Lagergeräusche) oder starke Vibrationen. Bei Feststellung solcher Erscheinungen ist die Maschine umgehend zu stoppen und zu inspizieren, um weitere Schäden zu vermeiden.

Temperaturüberwachung: Berühren Sie das Lagergehäuse, das Motorgehäuse usw. Wenn die Temperatur zu hoch ist (über 60 °C), kann dies auf unzureichende Schmierung oder Verschleiß von Komponenten hinweisen; in diesem Fall ist eine Abschaltung und Reparatur erforderlich.

II. Regelmäßige Wartung der wichtigsten Komponenten

1. Walzenwartung

Oberflächeninspektion: Prüfen Sie monatlich mit einem Taster die Ebenheit der Walzenoberfläche. Falls Kratzer, Vertiefungen oder lokal begrenzter Verschleiß (Verschleiß über 0,5 mm) festgestellt werden, müssen die Walzen umgehend geschliffen und instand gesetzt oder ausgetauscht werden, um die Walzgenauigkeit nicht zu beeinträchtigen. 1. Walzenkoaxialität: Die Koaxialität der oberen und unteren Walzen ist jährlich mittels eines Laser-Ausrichtungsinstruments zu prüfen. Falls die Abweichung mehr als 0,1 mm beträgt, sind Korrekturen vorzunehmen, um eine Fehlausrichtung des Blechs oder eine ungleichmäßige Belastung der Walzen während des Walzvorgangs zu vermeiden.

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2. Wartung des Antriebssystems

Zahnräder und Ketten: Überprüfen Sie vierteljährlich den Spielraum beim Eingriff der Zahnräder (Standardspielraum: 0,2–0,5 mm). Falls der Spielraum zu groß ist, stellen Sie die Position der Zahnräder ein oder ersetzen Sie diese. Bei Kettenantrieben prüfen Sie die Kettenspannung (Durchhang nicht mehr als 20 mm) und tragen Sie ketten-spezifisches Schmiermittel auf, um Rostbildung oder Bruch zu verhindern.

Kupplungen: Überprüfen Sie die Kupplungsbolzen auf Lockerung und die elastischen Buchsen auf Verschleiß. Ersetzen Sie Kupplungen unverzüglich, falls Risse oder starker Verschleiß festgestellt werden, um einen Ausfall der Kraftübertragung zu vermeiden.

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3. Hydrauliksystem (falls zutreffend)

Ölwechsel: Wechseln Sie das Hydrauliköl alle sechs Monate (empfohlen wird verschleißfestes Hydrauliköl, z. B. L-HM 46). Vor dem Ölwechsel reinigen Sie den Öltank und den Filter mit Petroleum, um Verunreinigungen zu entfernen, die die Ölleitungen verstopfen könnten. Druckprüfung: Kalibrieren Sie regelmäßig den Pumpendruck des Hydrauliksystems, um einen stabilen Systemdruck sicherzustellen (Toleranz nicht größer als ±0,5 MPa). Bei abweichendem Druck prüfen Sie Zylinder und Magnetventile auf Leckagen oder Verstopfungen.

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III. Wartung des elektrischen und Steuerungssystems

1. Inspektion elektrischer Komponenten

Monatliche Inspektion: Überprüfen Sie die Kontakte von Schützen und Relais auf Oxidation oder Verschmutzung und stellen Sie sicher, dass die Anschlussklemmen fest sitzen. Prüfen Sie mit einem Multimeter den Isolationswiderstand des Motors (sollte ≥1 MΩ betragen). Bei unzureichender Isolation den Motor trocknen oder austauschen.

Encoder und Sensoren: Reinigen Sie die Gehäuse der Encoder von Staub, prüfen Sie die Signalleitungen auf Beschädigungen und stellen Sie sicher, dass die Positions-Rückmeldung genau ist (z. B. Messfehler bei Geschwindigkeits- und Wegsensoren nicht mehr als ±0,5 %).

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2. Wartung des Steuerungssystems

Programmsicherung: Sichern Sie das SPS-Programm jährlich, um Programmverluste zu vermeiden; reinigen Sie die Touchscreen-Oberfläche mit Alkohol, um Ölverschmutzungen zu vermeiden, die die Betriebsempfindlichkeit beeinträchtigen könnten.

Not-Aus-Taster und Endschalter: Prüfen Sie die Empfindlichkeit des Not-Aus-Tasters und der Endschalter, um sicherzustellen, dass die Anlage bei einer Störung sofort angehalten wird und Sicherheitsunfälle verhindert werden.

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IV. Periodische Tiefenwartung (geplant entsprechend der Nutzungshäufigkeit)

1. Vierteljährliche Wartung

Umfassende Schmierung: Öl an allen Schmierstellen nachfüllen oder wechseln; insbesondere den Lagerluftspalt prüfen (mit einer Fühlerlehre; Lager bei einem Luftspalt über 0,15 mm ersetzen).

Schraubensicherung: Alle Schrauben am Maschinengehäuse mit einem Drehmomentschlüssel auf das vorgeschriebene Drehmoment festziehen (z. B. 80–100 N·m für M12-Schrauben), um Lockerung und erhöhte Vibrationen zu vermeiden.

2. Jährliche Wartung

Zerlegung und Reparatur: Getriebe zerlegen, Zahnradverschleiß prüfen (Zahnräder bei einem Flächenverschleiß der Zahnflanken über 10 % ersetzen), Lager reinigen und Radiallauf prüfen (Lager bei einem Radiallauf über 0,05 mm ersetzen).

Genauigkeitskalibrierung: Die Walzgenauigkeit mithilfe einer Standard-Prüfplatte testen (z. B. Stahlplatte Q235, 10 mm dick). Die Elliptizität nach dem Walzen darf ≤ 1 mm/m betragen; überschreitet sie diese Toleranz, ist die Position der Walze anzupassen oder die Walzenoberfläche zu schleifen.

V. Spezielle Betriebsbedingungen und Wartung bei Stillstand

1. Inspektion nach Betrieb unter hoher Last

– Nach der Bearbeitung dicker Bleche (z. B. mit einer Dicke, die 80 % des vom Gerät spezifizierten Nennwerts übersteigt), ist es unbedingt erforderlich, Temperatur und ungewöhnliche Geräusche der Walzenlager zu überprüfen. Erhöhen Sie gegebenenfalls die Häufigkeit der Schmierung.

2. Wartung bei langfristiger Stilllegung

Korrosionsschutz: Tragen Sie korrosionshemmendes Öl (z. B. technisches Petroleumgel) auf die Walzenoberfläche auf und decken Sie das Maschinengehäuse mit einem staubdichten Tuch ab, um Korrosion durch eine feuchte Umgebung zu verhindern.

Feuchtigkeitsschutz für elektrische Komponenten: Platzieren Sie ein Trockenmittel im Steuerschrank und betreiben Sie die Maschine monatlich 30 Minuten lang im Leerlauf, um Alterung des Motors und der elektrischen Komponenten durch Feuchtigkeit zu vermeiden.

VI. Betriebsverfahren und Dokumentationsmanagement

Standardisierter Betrieb: Eine Überlastung der Bleche (z. B. Überschreiten der vom Gerät spezifizierten Nenndicke oder -breite) ist strengstens untersagt. Vermeiden Sie abrupte Stopps und Startvorgänge, die zu mechanischen Stößen an den Komponenten führen könnten. Die Bediener müssen vor Aufnahme der Arbeit entsprechend geschult sein.

Wartungsprotokolle: Legen Sie ein „Geräte-Wartungsprotokoll“ an, um Zeitpunkt, Inhalte, ausgetauschte Teile und Details zur Fehlerbehebung bei jeder Wartungssitzung festzuhalten. Dadurch lässt sich die Wartungshistorie nachverfolgen und zukünftige Wartungspläne erstellen.

Zusammenfassend liegt der Kern der Wartung einer Dreirollen-Biegemaschine in der Devise „Prävention vor Behandlung“. Tägliche Reinigung, Schmierung, Festziehen sowie regelmäßige Präzisionskalibrierung können die Lebensdauer des Geräts effektiv verlängern (10–15 Jahre bei normaler Wartung). Werden Unregelmäßigkeiten festgestellt, ist eine sofortige Reparatur erforderlich, um zu verhindern, dass kleinere Störungen zu größeren Problemen eskalieren. Die strikte Einhaltung der Betriebsanweisungen ist ebenfalls entscheidend, um Verschleiß und Ausfallrisiken von vornherein zu reduzieren.

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